
Gabe & Gift
Das Timing der Antidote
FORSCHUNG (IN ENTWICKLUNG): RAUMSINN – KUNST ALS SYSTEMISCHES ANTIDOT (GABE & GIFT)
Meine derzeitige Forschung befasst sich mit der Frage, ob Kunst – verstanden als räumlich verkörperte, poetisch-philosophische Praxis, als systemisches Antidot gegen gesellschaftliche Erstarrung wirken kann. Im Zentrum steht der Begriff des Raumsinns: eine empathische, leiblich verankerte Fähigkeit, Raum relational wahrzunehmen und zu gestalten.
Ziel des Projekts ist es, schrittweise ein theoretisch und künstlerisch fundiertes Modell zur Übung des Raumsinns zu entwickeln. Dieses bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Systemtheorie, Raumtheorie, Ästhetik, Sound und poetischer Praxis. Begriffe wie Gabe, Gift, Antidot und Timing dienen dabei als offene Denk- und Gestaltungswerkzeuge.
Methodisch folgt die Arbeit einem prozessualen Dreiklang aus theoretischer Recherche, künstlerischer Praxis (u. a. Installation, Klang, Text, Sound-Interviews und partizipative Formate) sowie kontinuierlicher reflexiver Auswertung. Die Forschung versteht sich ausdrücklich als offen angelegt und in Bewegung.
Langfristig untersucht das Projekt, wie Kunst nicht nur als Ausdruck, sondern als aktive soziale Praxis wirken kann: als eine Form, die Resonanz erzeugt, Beziehungen ermöglicht und neue Perspektiven auf Fürsorge, Transformation und gemeinschaftliche Prozesse eröffnet.
